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Hypertensiologie- Bluthochdruck

Der Bluthochdruck, auch arterielle Hypertonie genannt, ist eine sehr häufige Erkrankung. In einem Alter zwischen 30 und 65 Jahren sind etwa ein Drittel der Bevölkerung von dieser Erkrankung betroffen, sodass mit gutem Recht von einer Volkskrankheit gesprochen werden kann.
Als Folge einer Erkrankung des Gefäßsystems kommt es zu dauerhaft erhöhten Blutdruckwerten.

Leider wissen nur etwa rund 80 Prozent der Betroffenen von ihrer Erkrankung, wovon wiederum nur gut die Hälfte ausreichend therapiert wird.
Dies ist vor allem deshalb sehr wichtig, da ein erhöhter Blutdruck über die Jahre zu einer Schädigung wichtiger Organe wie Herz, Niere oder auch insbesondere des Gehirns führt.
Daher ist das Ziel eine dauerhafte sowie ausreichende Senkung des Blutdruckes.

Die Hypertensiologie ist ein Spezialgebiet der V. Medizinischen Klinik.
Durch regelmäßige Fort- und Weiterbildung haben unsere Hypertensiologen die spezielle Fachqualifikation der Deutschen Hochdruckliga erworben.
Des Weiteren konnten wir durch unsere kontinuierliche hohe Qualität ebenfalls die Qualifikation zum „Hypertension Excellence Centre“ der europäischen Hypertoniegesellschaft ESH erreichen, eine Auszeichnung, die bisher nur 13 Zentren in Deutschland erhalten haben.

In circa 90 Prozent der Fälle kann eine organische Ursache nicht festgestellt werden, ein Krankheitsbild, das dann als  primäre Hypertonie bezeichnet wird.
In den anderen ca. 10 Prozent der Fälle liegen organische Ursachen vor, wie zum Beispiel eine Nierenerkrankung, eine Nierenarterienstenose, das heißt eine Verengung der Nierenarterie, oder aber endokrinologische Ursachen durch eine vermehrte Produktion von bestimmten Hormonen.
In solchen Fällen spricht man dann folgerichtig von einer sogenannten sekundären Hypertonie. (siehe Endokrinologie/Nephrologie)

In unserer hypertensiologischen Spezialsprechstunde befassen wir uns mit Patienten, die einen besonders schwer einzustellenden Bluthochdruck haben, oder bei denen ein Verdacht auf eine sekundäre Hypertonieform besteht.
Mittels unserer umfangreichen Diagnostikmethoden kann so die Ursache der Hypertonie (beispielweise Nierenarterienstenosen, Überproduktion von körpereigenen Hormonen wie Stresshormone oder Cortisol) erfasst und die beste Therapie mit dem Patienten besprochen werden.
Neben der „klassischen“ medikamentösen Therapie bieten wir in unserem Zentrum darüber hinaus die Möglichkeit der „renalen Denervation“ in Zusammenarbeit mit unserem Institut für Klinische Radiologie und Nuklearmedizin an. Bei dieser Therapie werden bei Patienten mit einem schlecht einstellbaren Bluthochdruck mittels eines Katheters die sympathischen Nervenfasern, die innerhalb der Nierenarterien verlaufen, über einen Hochfrequenzstrom zerstört.
Diese Prozedur erfolgt nur als Ultima ratio in Einzelfällen.

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Zertifikat zum Hypertension Excellence Centre