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Pressemitteilung

13.05.2019

Grünes Licht für die zweite Förderperiode des Graduiertenkollegs „Hallmarks of Skin Cancer“

DFG bestätigt das von der Hautklinik der UMM geführte Kolleg der Forschung und Nachwuchsförderung

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) schickt das Graduiertenkolleg 2099 "Hallmarks of Skin Cancer" in die zweite Förderperiode - das gab die "Einrichtung zur Förderung der Wissenschaft und Forschung in Deutschland" heute (13. Mai 2019) öffentlich bekannt. Für die Fortführung des strukturierten Doktorandenprogramms, das sich der Hautkrebsforschung widmet, stellt die DFG in den kommenden viereinhalb Jahren Fördermittel in Höhe von rund 5 Millionen Euro zur Verfügung.

Hautkrebs ist noch immer eine Krankheit, die oftmals tödlich endet, vor allem wenn der Krebs bereits gestreut hat. Dank innovativer Grundlagenforschung in Verbindung mit translationaler und klinischer Forschung konnten jedoch zielgerichtete Medikamente entwickelt werden, die Melanome wirksam bekämpfen können. Beachtliche Erfolge verzeichnen außerdem neuartige Immuntherapien, die den Krebs überlisten, indem sie getarnte Krebszellen für das Immunsystem sichtbar machen oder mittels sogenannter Checkpoint-Inhibitoren Blockaden durchbrechen, die Krebszellen als Schutz gegen Immunzellen errichten.

Das Graduiertenkolleg "Hallmarks of Skin Cancer" legt in der nächsten Förderperiode den Schwerpunkt darauf, die Wechselwirkungen des Melanoms mit dem Tumormikromilieu und dem Tumorimmunsystem zu erforschen - welche als therapeutisch relevante "Mechanismen des Hautkrebses" identifiziert wurden.

Bislang haben 13 Graduierte im Rahmen des GRK 2099 ihre Doktorarbeit erfolgreich abgeschlossen, mit sehr guten Ergebnissen. Bis zum Ende der ersten Förderperiode werden es insgesamt 24 sein. Früchte trug deren Arbeit auch in Form von 44 wissenschaftlichen Publikationen mit einem kumulativen Impact Factor von 291. In der zweiten Förderperiode umfasst das Graduiertenkolleg insgesamt 15 Projekte - zwei mehr als in der ersten Förderperiode. Insgesamt 27 Doktoranden werden hier gleichzeitig arbeiten und forschen, jeder Einzelne begleitet von zwei Supervisoren.

Das Graduiertenkolleg mit der Ziffer 2099 und dem vollständigen Titel "Mechanismen des Hautkrebses: Tumor-Mikromilieu und Melanom-Immunologie" wird von der Mannheimer Universitäts-Hautklinik geleitet. Sprecher ist Professor Dr. Sergij Goerdt, Direktor der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) und Dekan der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, Co-Sprecher sind Prof. Dr. Jochen Utikal, Leiter der Klinischen Kooperationseinheit "Dermato-Onkologie" der Klinik mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und Prof. Dr. Cyrill Géraud, Leiter der Sektion Klinische und Molekulare Dermatologie.

Neben den Mannheimer Dermatologen sind in das Forschungsprogramm Wissenschaftler des DKFZ und der Schwesterfakultät in Heidelberg eingebunden. Das Graduiertenkolleg profitiert dabei von der engen Kooperation der beim Thema Hautkrebs im deutschlandweiten Vergleich hervorragend aufgestellten Heidelberg-Mannheim Skin Cancer Alliance, bestehend aus den beiden Medizinischen Fakultäten der Universität Heidelberg und dem DKFZ.

Die Ausbildung der Doktoranden des Graduiertenkollegs in Labor und Klinik ergänzt ein strukturiertes Qualifizierungsprogramm. Dazu zählen zwei Vorlesungsreihen, an UMM und DKFZ, die sich mit klinischen und forschungsorientierten Themen befassen, verschiedene Laborkurse sowie in jedem Jahr alternierend in Mannheim/Heidelberg, London und Paris eine Summer School, mit aktiver Beteiligung der Projektpartner in London und Paris. Darüber hinaus können die Graduierten des GRK 2099 auch die Lehrangebote der Life Science Graduate Schools der Universität Heidelberg (Heidelberger Biosciences International Graduate School, HBIGS) und des Deutschen Krebsforschungszentrums (Helmholtz International Graduate School für Krebsforschung, HIGS) nutzen.

Das Graduiertenkolleg arbeitet mit dem St. John's Institute of Dermatology des King's College London zusammen, einer der bekanntesten Forschungseinrichtungen der Dermatologie weltweit, und kooperiert zusätzlich mit dem Barts Cancer Institute der Queen Mary University, dem University College London und dem Francis Crick Institute. Jedes der 15 Projekte des GRK 2099 verfügt über einen festen Kooperationspartner an einem dieser führenden Krebsinstitute des Vereinigten Königreichs. Die Graduierten profitieren von diesen hochrangigen internationalen wissenschaftlichen Kooperationen in besonderer Weise bei Laborbesuchen vor Ort. Für die zweite Förderperiode konnte das Graduiertenkolleg zusätzlich das Institut Gustave Roussy in Paris, das größte klinische "Cancer Center" in Europa, als Kooperationspartner gewinnen, das sieben der 15 Projekte begleitet.

Fortführung des Graduiertenkollegs 2099
"Mechanismen des Hautkrebses: Tumor-Mikromilieu und Melanom-Immunologie"
"Hallmarks of Skin Cancer: Tumor Microenvironment and Melanoma Immunity"
weitere Informationen

Immunfluoreszenz-Färbung von Lebergewebe mit einer Melanommetastase zur Darstellung der Tumorblutgefäße (rot/gelb).

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