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OP-Management

Die Universitätsmedizin Mannheim zählt zu den großen universitären Einrichtungen Deutschlands. Von den insgesamt 1300 Betten sind derzeit alleine 700 den neun am Hause beheimateten operativen Fachrichtungen zugeordnet. In den Operationssälen sowie an weiteren interventionellen Arbeitsplätzen des Klinikums werden pro Jahr rund 25.000 Eingriffe und Interventionen mit anaesthesiologischer Begleitung erbracht. Diese Zahlen verdeutlichen, welche große medizinische und ökonomische Bedeutung der operativen Medizin einschließlich der Anästhesiologie als Querschnittsfach mit koordinierender Funktion zukommt.

Dienstleistungszentrum OP

Der OP als einer der aufwändigsten Arbeitsplätze - insbesondere in einem Krankenhaus der Maximalversorgung - erfordert somit eine ständige Überprüfung und Optimierung der Nutzen/Kosten - Relation. Vorrangige Aufgabe ist hierbei die Bereitstellung personeller, struktureller und prozessualer Rahmenbedingungen wie sie mit der Schaffung eines Dienstleistungszentrums OP (DC-OP) am Universitätsklinikum Mannheim realisiert werden konnten. Der Leiter des DC-OP, der OP Manager, kontrolliert und entwickelt diese Rahmenbedingung ständig weiter, um einerseits eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung im OP zu ermöglichen, andererseits die dabei anfallenden Kosten in einem kontrollierbaren Bereich halten. Die Qualität des OP Managements und der damit einhergehende Organisationsgrad von Prozessen sind somit nicht nur von entscheidender Bedeutung für den medizinischen Behandlungserfolg, sondern haben auch nachhaltige Auswirkungen auf die ökonomische Situation und damit die Wettbewerbsfähigkeit eines Krankenhauses.

OP Management

Insbesondere die Bedingungen eines Fallpauschalensystems, welches die Medizin einer Wettbewerbssituation unterwirft, erfordert eine ständige Effizienzoptimierung im Sinne einer Verbesserung der Kosten/Nutzen – Relation. Zugleich stellt dieses Ziel ein Qualitätsmerkmal professionellen OP Managements dar. Hierzu ist jedoch nicht nur eine enge Zusammenarbeit mit dem Medizincontrolling notwendig. Daneben erfordert diese Aufgabe eine ökonomische Qualifikation, und insbesondere detaillierte Spezialkenntnisse der Arbeits- und Prozessabläufe sowie fachspezifischer Besonderheiten.

Am Universitätsklinikum Mannheim ist daher diese außerordentlich verantwortungsvolle Funktion durch die Geschäftsführung des Klinikums an einen der leitenden Oberärzte der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin vergeben. So ist gewährleistet, dass Analysen und Entscheidungen stets unter Berücksichtigung der speziellen interprofessionellen Notwendigkeiten und patientenorientiert stattfinden.

Organisation

In der Erfüllung seiner organisatorischen Aufgaben als Leiter des DC-OP wird der OP-Manager unterstützt von den leitenden Mitarbeitern der in den OP Bereichen tätigen Pflege- und Funktionsdienste. Auf der Basis der fallindividuellen Dokumentation wird durch das Medizincontrolling in enger Kooperation mit dem Ärztlichen Leiter ein monatliches Reporting erstellt und allen beteiligten Fachkliniken zur Verfügung gestellt. Somit besteht hinsichtlich des Leistungsgeschehens im OP Transparenz. Die Notwendigkeit und die Konsequenzen von Maßnahmen oder Veränderungen können so von allen Beteiligten nachvollzogen werden. Das schafft Vertrauen und stellt zugleich die Basis für eine differenzierte Weiterentwicklung des OP Managements im DC-OP durch begleitende wissenschaftlicher Projekte dar (s. a. Forschung Ökonomie und OP Management).

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