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Das war die Kinder-Uni Medizin 2018

In spannenden Vorträgen lernten die jungen Medizinstudenten bei der Kinder-Uni Medizin 2018:

Dino, Mammut, Ötzi & Co – Was Mumien über ihr Leben erzählen

Dr. Wilfried Rosendahl Direktor der Reiss-Engelhorn-Museen (rem) hat zur Kinder-Uni gleich mehrere echte Mumien mitgebracht: Ein getrockneter Frosch, ein Feuersalamander und die „wahrscheinlich kleinste Mumie der Welt“, eine winzige Zauneidechse. Mumien sind längst verstorbene Tiere oder Menschen, die aber noch mit Haut und Haar erhalten sind. Die bekanntesten stammen aus dem alten Ägypten: Der Körper von Pharao Tutanchamun ist zum Beispiel nach über 3000 Jahren heute noch in gutem Zustand zu sehen. Aber es gibt auch Mumien aus vielen anderen Ländern und Zeiten. In manchen Kulturen wurden tote Menschen oder auch Tiere kunstvoll einbalsamiert, damit ihre Körper erhalten bleiben. Andere Mumien sind durch Zufall entstanden, zum Bespiel weil die Leiche in einem besonders trockenen Klima gelegen hat. Eines haben aber alle Mumien gemeinsam: Man kann von ihnen viel über ihr früheres Leben erfahren.

Was ist Känguru-Pflege?

Bei der Känguru-Pflege werden nicht etwa Kängurus gesund gepflegt – die Ärzte haben aber bei den Kängurus etwas abgeschaut, wie Professor Thomas Schaible erläuterte: Alle Känguru-Babys kommen als „Frühgeborene“ auf die Welt. Sie sind bei der Geburt nur etwa zweieinhalb Zentimeter lang, also so groß wie ein kleiner Finger. Dann kriechen sie so schnell wie möglich in den Beutel am Bauch der Mutter und bleiben die ersten Monate dort: Denn da finden sie alles, was sie in den ersten Monaten brauchen: Nahrung, Wärme, Schutz und Geborgenheit.

Kranke Neugeborene und zu früh geborene Menschenbabys liegen im Krankenhaus oft wochenlang ganz alleine in einem Brutkasten. Ein solcher „Inkubator“ war auch im Hörsaal zu sehen – zusammen mit lebensechten Puppen. In dem Brutkasten bekommen die Babys zwar Milch und Wärme und werden gut gepflegt – es fehlt ihnen aber der enge Kontakt zu den Eltern. Genau diese Nähe zu Mama und Papa brauchen sie aber zum Gesundwerden und Wachsen. Das haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt.

Darum haben die Ärzte die „Känguru-Pflege“ entwickelt: Das Baby wird so oft es geht auf den Bauch der Eltern gelegt. Dort spürt es die Körperwärme, hört die vertraute Stimme und riecht den bekannten Duft von Mama oder Papa. Das gibt dem Baby das wichtige Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, es ist ruhiger, braucht weniger Medikamente und wächst schneller. Diese „Känguru-Pflege“ wurde von einer Mutter mit ihrem frühgeborenen Kind live im Hörsaal demonstriert. Manchmal können sich die Eltern aber nicht ständig um das neugeborene Baby kümmern, weil sie selbst krank sind oder Geschwisterkinder versorgen müssen. Dann kann man die Känguru-Pflege im Brutkasten nachahmen.


Impressionen von der Kinder-Uni Medizin 2018

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Wir danken dem Mannheimer Morgen, der Bäckerei Grimminger sowie der Odenwald Quelle für ihre Unterstützung.

Mitveranstalter


Unterstützer

Odenwald Quelle