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Pressemitteilung

26.01.2010

Startschuss für den Bau des neuen OP-Zentrums

Technisch anspruchsvoller Neubau soll 2012 in Betrieb genommen werden

Auf dem Gelände der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) entsteht ein Neubau für ein OP-Zentrum (Haus 32) mit Operationssälen, Intensivstationen und Räumen für die Radiologie. Der Startschuss für die Bauarbeiten fand heute [27. Januar 2010] in Form des symbolischen Ersten Spatenstichs statt.

Das Bauprojekt

In Verlängerung des Gebäudes Kinderzentrum / Urologie wird ein neues Gebäude mit ca. 4.000  Quadratmetern reiner Nutzfläche errichtet. Das Gebäude wird aus einem Baukörper mit fünf Ebenen bestehen, ergänzt durch eine ausgebaute Tiefebene für die technische Infrastruktur.

In das Erdgeschoss wird die Radiologie einziehen, ein Fach, das zusammen mit der Labormedizin den Kernbereich medizinischer Diagnostik bildet. Die Operationssäle in der darunter liegenden Ebene 0 werden mit dem OP-Trakt der Kinderchirurgie verbunden. Dies gilt in ähnlicher Weise für die Operationssäle in Ebene 4, nur dass in diesem Fall über die darunter liegende Straße hinweg eine Verbindung zum OP-Trakt des Orthopädisch-Unfallchirurgischen Zentrums geschaffen wird. In der Ebene 3 findet eine klassische Intensivstation Platz, in der darunter liegenden Ebene 2 eine so genannte Wach-Station (Pflegeaufwand höher als auf einer Normalstation, aber geringer als auf einer Intensivstation; Gesundheitsexperten nennen dies „intermediate care“).

Noch unterhalb der in Ebene 0 liegenden OP-Säle wird ein zweites Tiefgeschoss errichtet, in dem die aufwendige technische Infrastruktur untergebracht wird. Denn es handelt sich um ein aus Sicht der Haustechnik und der Medizintechnik ausgesprochen anspruchsvolles Projekt, so stellen OP-Säle und Intensivstationen beispielsweise hohe Ansprüche an Luftreinheit und Klimatisierung.

Städtebaulich orientiert sich der Neubau am architektonischen Gesamtkonzept: Dies betrifft beispielsweise die typische Gebäudeform, die gelbe Klinkerverkleidung und den roten Zugangssteg.

Um Beeinträchtigungen des Krankenhausbetriebs durch die Bauarbeiten möglichst zu reduzieren, wurde eine spezielle Zufahrt an der Röntgenstraße eingerichtet, um die Wege der Baustellenfahrzeuge auf dem Klinikgelände möglichst kurz zu halten.

Die Kosten

Die Baukosten des Neubaus OP-Zentrum betragen insgesamt rund 32 Millionen Euro. Davon übernimmt das Land Baden-Württemberg 18 Millionen Euro als besondere Förderung und weitere 7 Millionen über allgemeine Fördermittel für das gesamte Universitätsklinikum. Aus Eigenmitteln investiert das Universitätsklinikum ebenfalls rund 7 Millionen Euro – einmal mehr ein Beleg dafür, wie erwirtschaftete Überschüsse in die Patientenversorgung zurückfließen.

Die Bauphase

seit 2003: Erste Überlegungen, Gespräche und Planungen
Januar 2010: Symbolischer Erster Spatenstich zum Baubeginn
vorauss. Anfang 2011: Fertigstellung des Rohbaus  
vorauss. Ende 2012: Bezug und Inbetriebnahme

Der Nutzen des Neubaus

Bislang befindet sich der Zentral-OP des Mannheimer Universitätsklinikums mit seinen Operationssälen in einem anderen Gebäude als die Intensivstation der Universitätsklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin. Teilweise wird ein aus den 70-er Jahren stammendes Gebäude genutzt, das heutigen Anforderungen an technische Gegebenheiten und architektonischen Anforderungen an den Klinikbetrieb nicht mehr gerecht wird. Dieses Haus 2 wird nach Abschluss des Neubaus OP-Zentrum (Haus 32) grundlegend saniert und Standort der Notaufnahme bleiben – damit ergibt sich eine eng geschlossene Kette zwischen der Einlieferung von Notfällen in Haus 1, der Notaufnahme in Haus 2 und der von dort dann ebenfalls auf kürzestem Weg erreichbaren Operativ- und Intensivmedizin in Haus 32. Damit werden zentrale Einrichtungen der Notfallversorgung an der Universitätsmedizin Mannheim an einem Punkt auf dem Gelände gebündelt.

Bei klirrender Kälte erfolgte der symbolische Erste Spatenstich als Startschuss für den Neubau OP-Zentrum.

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