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Pressemitteilung

18.02.2013

Neues OP-Zentrum am Mannheimer Universitätsklinikum

32-Millionen-Euro-Projekt drei Jahre nach Baubeginn seiner Bestimmung übergeben

Operationssäle, Intensivstationen und Räume für die Radiologie: Mit „Haus 32“ ist in den vergangenen drei Jahren ein neues modernes OP-Zentrum entstanden. Der Neubau auf dem Gelände der Universitätsmedizin Mannheim hat es in sich: Alleine für das Fundament des Gebäudes, groß ist wie drei Handballfelder, bedurfte es 1.200 Kubikmetern Beton – angeliefert innerhalb weniger Stunden von 200 Fahrzeugen. Eine weitere eindrucksvolle Zahl: Insgesamt 135 Kilometer Elektrokabel versorgen die Haus- und Medizintechnik des Hauses 32 – die Strecke ist vergleichbar mit der Autobahndistanz von Mannheim nach Stuttgart. Durch diese Kabel fließt der Strom für hochmoderne Anlagen und Geräte, immerhin entspricht der Strombedarf von Haus 32 dem von 250 Einfamilienhäusern – einem kompletten Neubaugebiet.  
 
Das Bauprojekt 

Unmittelbar neben dem Kinderzentrum wurde ein neues Gebäude mit rund 4.000 Quadratmetern reiner Nutzfläche errichtet. Der Neubau besteht aus fünf Ebenen sowie durch einer ausgebauten Tiefebene für die technische Infrastruktur. 

In das Erdgeschoss zieht die Radiologie ein: Ein Fach, das zusammen mit der Labormedizin den Kernbereich medizinischer Diagnostik bildet. Die Operationssäle in der darunter liegenden Ebene 0 werden mit dem OP-Trakt der Kinderchirurgie verbunden. Dies gilt in ähnlicher Weise für die Operationssäle in Ebene 4, nur dass in diesem Fall über die darunter liegende Straße hinweg eine Verbindung zum OP-Trakt des Orthopädisch-Unfallchirurgischen Zentrums geschaffen wurde. In der Ebene 3 befindet sich eine klassische Intensivstation, in der darunter liegenden Ebene 2 eine so genannte Wach-Station. Hier ist der Pflegeaufwand höher als auf einer Normalstation, aber geringer als auf einer Intensivstation. Gesundheitsexperten nennen dies „intermediate care“.  
Noch unterhalb der in Ebene 0 liegenden OP-Säle befindet sich nun ein zweites Tiefgeschoss, in dem technische Einrichtungen untergebracht sind. Ein ausgesprochen anspruchsvolles Projekt für Haus- und Medizintechnik: OP-Säle und Intensivstationen stellen beispielsweise hohe Ansprüche an Luftreinheit und Klimatisierung. 

Städtebaulich orientiert sich der Neubau am architektonischen Gesamtkonzept: Dies betrifft beispielsweise die typische Gebäudeform und die gelbe Klinkerverkleidung.  
 
Die Kosten 

Die Baukosten des Neubaus OP-Zentrum betrugen etwa 32 Millionen Euro. Davon übernahm das Land Baden-Württemberg 18 Millionen Euro als besondere Förderung und weitere 7 Millionen über allgemeine Fördermittel. Aus Eigenmitteln investiert das Universitätsklinikum ebenfalls rund 7 Millionen Euro – einmal mehr ein Beleg dafür, wie erwirtschaftete Überschüsse in die Patientenversorgung zurückfließen. 

Der Nutzen des Neubaus 

Bislang befindet sich der Zentral-OP des Mannheimer Universitätsklinikums mit seinen Operationssälen in einem anderen Gebäude als die Intensivstation der Universitätsklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin. Teilweise wird ein aus den 1970-er Jahren stammendes Gebäude genutzt, das heutigen Anforderungen an den Klinikbetrieb nicht mehr gerecht wird. Dieses Haus 2 soll nach Bezug des neuen OP-Zentrums (Haus 32) grundlegend saniert werden und Standort der Notaufnahme bleiben – damit ergibt sich eine eng geschlossene Kette zwischen der Einlieferung von Notfällen in Haus 1, der Notaufnahme in Haus 2 und der von dort dann ebenfalls auf kürzestem Weg erreichbaren Operationssäle und Intensivstationen in Haus 32. So werden zentrale Einrichtungen der Notfallversorgung am Mannheimer Universitätsklinikum gebündelt.  
 
Die Bauphase 

seit 2003: Erste Überlegungen, Gespräche und Planungen  
Januar 2010: Symbolischer Erster Spatenstich zum Baubeginn  
Mitte 2011: Fertigstellung des Rohbaus, Beginn des Innenausbaus   
Januar 2013: Bezug und Inbetriebnahme  

Neubau Haus 32

Lage des neuen OP-Zentrums auf dem Gelände

Baugrube von Haus 32

v.l.n.r. UMM-Geschäftsführer Alfred Dänzer, Ärztlicher Direktor Prof. Michael Hennerici, Stadträtin Helen Heberer, Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, Wirtschaftsminister Nils Schmid und Thomas Seiler (Fa.Simens)

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