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Vorzeitiger Blasensprung

Bei einem vorzeitigen Blasensprung platzt die Fruchtblase einer Schwangeren bereits vor Erreichen des Geburtstermins. Geschieht das vor Ablauf der 22. Schwangerschaftswoche, kommt es bei einem Teil der ungeborenen Kinder zu einer schweren Unterentwicklung der Lungen (Lungenhypoplasie). Nach der Geburt kann diese Unterentwicklung für das Neugeborene lebensbedrohlich sein. Daher wird schwangeren Frauen nach einem vorzeitigen Blasensprung häufig zu einem Abbruch der Schwangerschaft (Abtreibung) geraten – auch wenn das ungeborene Kind ansonsten normal entwickelt ist.

Behandlung bei vorzeitigem Blasensprung

Verschluss der Lunge per Ballon

Dieser Empfehlung schließt sich das DZFT nicht an: Nach unseren Erfahrungen in der Behandlung von betroffenen Frauen reichen in vielen Fällen Lungenwachstum und -reifung der Ungeborenen durchaus aus, eine Abtreibung ist nicht notwendig. Daher bieten wir in dieser Situation ab der 26./27. Schwangerschaftswoche zunächst eine sonographische und kernspintomographische Einschätzung der kindlichen Lungengröße und -funktion an.

Je nach Ergebnis der Messungen kann bei sehr kleinen und kaum durchbluteten Lungen die Luftröhre des Ungeborenen für etwa eine Woche mit einem winzigen Ballon verschlossen werden. Diese minimal-invasive Behandlungsmethode ist bei Zwerchfellhernie bereits seit über 15 Jahren etabliert. Der Ballon wird durch ein nur wenige Millimeter messendes Röhrchen durch die Bauchwand der Mutter an seinen Platz geschoben. Damit kann trotz des vorzeitigen Blasensprungs in sehr kurzer Zeit ein eindrucksvolles Wachstum der Lungen sowie eine deutliche Verbesserung ihrer Durchblutung erreicht werden.

Verschluss per Ballon bei einer Operation

Der fetoskopische Verschluss der kindlichen Luftröhre im Mutterleib zur Behandlung einer Lungen-Unterentwicklung nach frühem vorzeitigen Blasensprung wird bisher ausschließlich am DZFT am Universitätsklinikum Mannheim durchgeführt.

Kontakt

Bei Fragen zur minimal-invasiven Behandlung nach frühem vorzeitigen Blasensprung kontaktieren Sie uns bitte montags bis freitags zwischen 10 und 17 Uhr unter 0175/597-1213. Falls wir Ihren Anruf nicht persönlich entgegen nehmen können, hinterlassen Sie bitte Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf dem Anrufbeantworter, damit wir Sie zurückrufen können oder senden Sie uns eine E-Mail an thomas.kohl@remove-this.umm.de.

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Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Thomas Kohl

Prof. Dr. med. Thomas Kohl

Leiter DZFT

Minimal-invasive Fetalchirurgie

Non-invasive Sauerstofftherapie

Beratung zu vorgeburtlichen Erkrankungen und Therapiemöglichkeiten

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