Sie befinden sich hier

Inhalt

Kopf-Hals Tumorzentrum

Weltweit sind bösartige Tumorerkrankungen des Kopf-Hals-Bereichs heute die sechsthäufigste Krebserkrankung. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um sogenannte Plattenepithelkarzinome. Als bekannte Risikofaktoren für die Entstehung dieser Tumore sind übermäßiger Tabak- und Alkoholkonsum zu nennen. In den letzten Jahrzehnten steigt jedoch auch das Vorkommen solcher Plattenepithelkarzinome im Kopf-Hals-Bereich an, die mit einem Virus assoziiert sind – dem sogenannten humanen Papillomvirus. Die Strategien in Diagnostik, Therapie und Nachsorge dieser Tumoren unterscheidet sich zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht.

Die Behandlung von bösartigen Tumoren im Kopf-Hals-Bereich ist eine Herausforderung für das betreuende ärztliche Team – insbesondere aber natürlich für den Patienten. Wir haben daher im Rahmen unseres Kopf-Hals-Tumorzentrums Strukturen geschaffen, die es ermöglichen sollen, den Bedürfnissen unserer Patienten in dieser schwierigen Lebensphase so gut wie möglich gerecht zu werden. Unser Zentrum ist seit 2013 von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert.

Für den Erstkontakt beim Verdacht auf eine Tumorerkrankung der Kopf-Hals-Region ist unser onkologisches Ärzteteam im Rahmen der Tumor-Sprechstunde für unsere Patienten da. Hier erfolgt die Erhebung der Krankengeschichte und eine erste klinische Untersuchung. Dabei legen wir großen Wert auf die Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in der Niederlassung, an deren bereits erhobenen Befunden wir uns üblicherweise orientieren. In diesem Rahmen werden meist, falls noch nicht vorhanden, weiterführende bildgebende Maßnahmen durch einen Radiologen eingeleitet. In den meisten Fällen ist zur Bestimmung der Tumorausdehnung und Evaluation der möglichen Therapiestrategien eine endoskopische Untersuchung in einer Narkose oder Sedierung erforderlich. In diesem Rahmen wird die genaue Tumorart im Rahmen einer Probeentnahme, die feingeweblich untersucht wird, bestimmt. Im Anschluss liegen die erforderlichen Informationen vor, um eine am Patienten orientierten Therapiestrategie zu entwerfen.

Es ist unsere Überzeugung, dass die Erkennung, Behandlung und Nachsorge onkologischer Erkrankungen einer interdisziplinären Betreuung an einem universitären Zentrum bedarf. Im Interdisziplinären Tumorzentrum Mannheim (ITM) findet daher wöchentlich eine entsprechende Konferenz (Board) statt, bei der ein spezialisiertes Ärzteteam alle Einzelfälle bespricht. Es ist unser hohes Anliegen, im Rahmen des Kopf-Hals-Tumor-Boards eine kollegiale Diskussion zwischen den hausinternen, mitbehandelnden Fachdisziplinen zu pflegen. Diese soll das Ziel verfolgen, eine am Patienten orientierte Therapieempfehlung zu eruieren, die an neusten Erkenntnissen orientiert ist, jedoch die Individualität des einzelnen nicht außer Acht lässt.

Zur Therapie von Krebserkrankungen im Kopf-Hals-Bereich stehen chirurgische Maßnahmen, Strahlen- und Chemotherapie zur Verfügung. Ein neues Feld der Tumortherapie ist die sogenannte Immunonkologie, die in die Therapieroutine in unserem Zentrum bereits übergegangen ist. Je nach Empfehlung ist eine Therapie an unserem Zentrum sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich grundsätzlich möglich und wird mit dem Patienten im Gespräch abgestimmt. Sowohl unter der Diagnosestellung, der Therapie als auch in der Zeit der Nachsorge stehen wir unseren Patienten gemeinsam mit unseren kooperierenden Partnern zur Seite. Dabei ist es unser Ziel, unsere Patienten ganzheitlich zu betrachten und in dieser herausfordernden Lebensphase bestmöglich zu unterstützen.

Zertifiziert 

Das Kopf-Hals-Tumorzentrum Mannheim ist seit 2013 von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Alle Kopf-Hals-Tumorpatienten werden vor der definitiven Behandlung beispielsweise im Verlauf der Therapie in unserem interdisziplinären Kopf-Hals-Tumorboard am Interdisziplinären Tumorzentrum Mannheim (ITM) vorgestellt und ihre Einzelfälle besprochen.

Hierin finden sich neben den betreuenden Kopf-Hals-Chirurgen Vertreter aus den Kliniken für Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie und Pathologie, so dass ein breiter Konsens hinsichtlich der optimalen Tumortherapie gefunden werden kann. 

Weitere Informationen

Kontextspalte

Kassenpatienten
Telefon 0621/383-1600

Privatpatienten
Telefon 0621/383-3965
Telefax 0621/383-3827

Eine Übersicht der fachbezogenen Sprechstundenzeiten finden Sie auf der Seite Sprechstunden.


Onkologisches Ärzteteam

PD Dr. med. Christoph Aderhold

Oberarzt

PD Dr. med. Anne Lammert 

Oberärztin

Dr. med. Carsten Thorn

Oberarzt

 

 


DKG zertifiziert